Mütter-und Familienzentrum Weilheim e.V

Was ist eigentlich ein Mütterzentrum?

Das Mütterzentrum ist ein offener Treffpunkt für Mütter und Familien. Hier können Kontakte geknüpft, Probleme diskutiert und Freundschaften geschlossen werden. Die Phase der Kindererziehung ist für den erziehenden Elternteil häufig mit Isolation und Verlust berufsbezogener Anerkennung verbunden. Im Mütterzentrum kann jeder seine Fähigkeiten in der Gruppe einbringen und Bestätigung finden. Die zahlreichen Betreuungsangebote schaffen darüber hinaus Freiräume und erleichtern es, Beruf und Kinder zu vereinbaren. Den Kindern bietet das Mütterzentrum schon sehr früh die Möglichkeit, soziales Verhalten in der Gruppe zu erlernen. Dies schafft einen Ausgleich zum „Einzelkinderleben“in der heute typischen Kleinfamilie.


Wie ist das Mütterzentrum organisiert?

Das Mütter- und Familienzentrum Weilheim ist ein eingetragener Verein und seit 1998 auch ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Wir sind Mitglied im Bundesverband Deutscher Mütterzentren in Hamburg sowie im Netzwerk Bayerischer Mütterzentren. In unserem Verein sind zur Zeit etwa 200 Familien Mitglied. Sie werden durch einen Vorstand verwaltet und vertreten. Der Vorstand umfasst vier Mitglieder mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen (Kasse oder Organisatorisches). Die Vorstandswahlen finden alle 2 Jahre statt. Das Mütterzentrum beschäftigt hauptamtliche Mitarbeiter in den Betreuungseinrichtungen, eine Bürokraft und eine Dipl. Sozialpädagogin. Die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften werden ehrenamtlich geleitet.

Vorstand

Die Vorstandschaft präsentiert stolz die zahlreichen Angebote des Mütter- und Familienzentrums

Wie ist das Mütterzentrum entstanden?

Das Mütterzentrum Weilheim e.V. wurde 1990 von 7 Frauen gegründet. Das erste Domizil war ein Raum im Untergeschoss der Pfarrei Maria Himmelfahrt in der Römerstraße. Das Angebot umfasste bereits ein Café (Café Lila), Gesprächskreise, eine Stillgruppe, eine Nähstube, eine Vortragsreihe und die Babysittervermittlung. Im nächsten Jahr kamen die Notmüttervermittlung und der Basar hinzu. 1993 konnte das Mütterzentrum in gemietete Räume in die Münchner Strasse 3 umziehen. Im selben Jahr wurde (um dem Mangel an Kindergartenplätzen entgegenzuwirken) das Kindernest Waisenhausstraße gegründet, eine der ersten Netz-für-Kinder-Gruppen in Bayern. Zwei Jahre später nahm in der Fasserstraße eine weitere Kindernestgruppe ihren Betrieb auf.

1997 zog das Mütterzentrum in eine Doppelhaushälfte im Unteren Graben 36 um. Hier konnte auch eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder angeboten werden. Im Jahr 1998 wurde die erste Flohkiste ins Leben gerufen. Im selben Jahr wurden die ca. 400 deutschen Mütterzentren mit dem UN-Gütesiegel „Best Practice“ausgezeichnet. 1999 wurde das Angebot um Kurberatung und Begleitenden Umgang erweitert.

Im Jahr 2000 konnte das Kindernest Fasserstraße in neue Räume in die Bärenmühle umziehen. Hier wurde auch eine zweite Mittagsbetreuungs-Gruppe eingerichtet. Im selben Jahr zog das Mütterzentrum in die Schmiedstraße 15 um. Um den in der Erziehung engagierten Vätern und Grosseltern gerecht zu werden, wurde der Name um den Zusatz „Familienzentrum“ergänzt. 2001 konnte mit dem Zwergerltreff die erste Kinderkrippe im Landkreis ihren Betrieb aufnehmen.

2006 war ein sehr arbeitsreiches Jahr für viele fleissige Helfer, denn das Mütter- und Familienzentrum musste wieder mal umziehen. Das neue Domizil befindet sich in der “blauen Villa”in der Augsburgerstr. 4. Auch das Kindernest an der Bärenmühle hat dort im Dachgeschoß neue Räume bezogen und wurde zum “Kindernest am Rosengarten.”

Heute stellt das Mütter- und Familienzentrum Weilheim nicht nur eine wichtige Anlaufstelle für junge Familien dar, sondern spielt auch eine tragende Rolle hinsichtlich der Schaffung und Erhaltung von Kinderbetreuungsplätzen in Weilheim und Umgebung.